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Generalanzeiger: Unklarheit für die Hälfte der Bornheimer Flüchtlinge

360 Flüchtlinge in Bornheim warten noch immer auf den Abschluss ihres Asylverfahrens – das ist die Hälfte aller im Stadtgebiet untergebrachten Personen. Das Warten bedeute für die Betroffenen eine „sehr unsichere Situation“, sagte Sozialdezernentin Alice von Bülow in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sozialausschusses, zumal die Asylbewerber dann noch nicht wissen, ob sie eine Aufenthaltsgenehmigung erlangen werden oder nicht. Wie die Beigeordnete weiter ausführte, wohnen derzeit 721 Flüchtlinge, darunter 221 Kinder, in der Vorgebirgsstadt. 184 von ihnen haben eine Aufenthaltserlaubnis mit der Anerkennung als Flüchtling erhalten, die für drei Jahre gewährt werde.

Sayed und die Integration in das deutsche Berufsleben

Mit dem Beschluss der Mitgliederversammlung im Frühling 2017 hat der Bornheimer Verein Flüchtlingswohnraum e.V. sein Hilfsspektrum erweitert. Flüchtlinge, die sich im Bornheimer Stadtgebiet um Asyl bewerben, und von denen der Verein bereits viele aus den Containern heraus erfolgreich in privaten Wohnraum vermitteln konnte, begleitet der Verein nun auch bei der Integration in das Berufsleben. „Dabei kooperieren wir nicht nur mit den regionalen Behörden, Organisationen und Verbänden, die sich im Thema Arbeit und Ausbildung engagieren, sondern gezielt auch mit den hiesigen Arbeitgebern, die Geflüchteten eine Chance als Praktikant, Auszubildenden oder Mitarbeiter geben möchten,“ betont Hans-Peter Heck, der zweite Vereinsvorsitzende.

SPON berichtet über Erwerbstätigkeit von Flüchtlingen

Am 20. April 2017 berichtete Spiegel Online über die Erwerbstätigkeitsquote von Flüchtlingen in Deutschland. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg errechnete, dass jeder zweite Flüchtling in Deutschland nach fünf Jahren eine Beschäftigung - also auch Praktikumsstelle oder geringfügige Tätigkeit - gefunden habe. Ein Großteil der Flüchtlinge, die Deutschland im Sommer 2015 erreichten, suchen weiterhin nach einer passenden Arbeits- oder Ausbildungsstelle. Der Erfolg der Integration in den Arbeitsmarkt lässt sich aktuell nicht abschätzen.

SPON thematisiert Flüchtlingsumzüge

Am 12. Februar 2017 berichtete Spiegel Online über die Ernüchterung, die viele Flüchlingsfamilien nach Ihrem Umzug in eine Folgewohnung erfahren. Neben einer unausreichenden Vorbereitung und Informationen für die Betroffenen, werden diese oftmals alleine gelassen mit anfänglichen Sorgen und Ängsten. Flüchtlingswohnraum Bornheim e.V. arbeitet dafür, dass Umzug und Einzug ein positives Erlebnis für die Familien, Behörden und Vermieter werden.

Bonner Rundschau über Flüchtlingswohraum

„Wohnen Sie im Container, fühlen Sie sich wie Flüchtlinge. Wohnen Sie in einer eigenen Wohnung, fühlen sie sich wie normale Menschen.“ Diese Einschätzung von Isabell Lütz, seit Jahren ehrenamtlich in der Mertener Flüchtlingshilfe aktiv und Beisitzerin im Verein „Flüchtlingswohnraum Bornheim“ drückt aus, wie wichtig es ist, dass Schutzsuchende möglichst schnell aus Übergangsunterkünften aus- und in eigene Wohnungen einziehen können. Dies ist neben dem Erlernen der deutschen Sprache und einem Job ein weiterer wichtiger Baustein zur Integration.

Bericht im General-Anzeiger

Die Stadt Bornheim sucht händeringend nach Wohnraum für Zuwanderer. Dabei hilft ihr künftig der gemeinnützige Verein „Flüchtlingswohnraum Bornheim e.V.“. Gemeint ist dabei jedoch nicht nur die Schaffung von kurzfristig dringend benötigten Übergangswohnheimen, sondern auch die Suche nach Bestandsimmobilien und Grundstücken zu Entwicklung von integrationsfördernden Wohnanlagen. Von den 760 Flüchtlingen, die in Bornheim leben, sind derzeit 225 in Häusern und Wohnungen untergebracht – eine Zahl, die ausbaufähig ist. Das findet Gerhard Thusek. Mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins „Flüchtlingswohnraum Bornheim e.V.“ will der 60-jährige Unternehmensberater die Stadt bei der zeitintensiven Suche nach Immobilien und Grundstücken unterstützen, damit schon bald mehr Flüchtlinge integriert in die örtliche Umgebung leben können.

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